Rubihorn Nordwand bei Oberstdorf mit Bergführer

Die klassische Rubihorn-Nordwand zählt seit einigen Jahren zu den bekanntesten alpinen Mixed-Klettertouren Deutschlands. Während man im Sommer aufgrund der akuten Steinschlaggefahr von einer Begehung dringend absehen sollte, bieten sich im Hochwinter meist deutlich bessere Bedingungen: Das lose Gestein ist dann von Schnee überdeckt und größtenteils stabil gefroren. Doch auch das gilt nicht immer.

Besonders in ungewöhnlich warmen Phasen – wie sie rund um Weihnachten zunehmend auftreten – können die Verhältnisse schnell heikel werden. Zahlreiche Seilschaften kämpfen sich in den Ferien durch brüchige Passagen, überdeckt von nur locker gebundenem Schnee. Nicht selten lösen sich dabei Felsbrocken, die nahe der Kletterlinie ins Tal stürzen.

Ein weiteres Risiko entsteht nach starken Neuschneefällen. Im oberen Wandbereich sammelt sich häufig Triebschnee, der aus Nordwest in den Gipfelkessel eingeweht wird. In solchen Situationen besteht akute Lawinengefahr.

Einheimischer Bergführer, der weiß, wann die Bedingungen passen

Als einheimischer Bergführer und Alpinist, der selbst Routen in dieser Wand erstbegangen hat, weiß ich genau, wann die besten und sichersten Bedingungen vorherrschen. Oft jogge ich mit dem Fernglas zur Gaisalpe und informiere mich persönlich über die Verhältnisse.

Führung nicht an Wochenenden und während Ferienzeiten

Aus meiner persönlichen Erfahrung führe ich diese Tour nicht während der Ferienzeiten und nicht an Wochenenden. In dieser Zeit herrscht in der Wand oft sehr großer Andrang. Mehrmals stand ich bereits in „Staus“ hinter anderen Seilschaften und musste mich vor herabfallenden Steinen schützen, die von voraus- oder oberhalb kletternden Teams ausgelöst wurden. Sicheres und genussvolles Bergsteigen sieht anders aus.

Von Mitte Januar bis Mitte März sind die Bedingungen in der Regel am besten. Unter der Woche sind meist nur wenige Seilschaften unterwegs – ideal, um die Tour sicher, konzentriert und mit einem intensiven Erlebnisfaktor zu genießen.

Ich führe diese Route nicht, weil ich möglichst viele Touren verkaufen möchte, sondern weil ich meinen Gästen bei höchstmöglicher Sicherheit das bestmögliche Erlebnis bieten will.

Qualität statt Quantität.

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