Kluppenkarturm - Allgäuer Alpen

Der schwierigste Normalweg der Allgäuer Hauptalpen

Der am schwierigsten über den Normalweg zu erreichende Gipfel der zentralen Allgäuer Alpen ist der Kluppenkarturm. Kaum jemand kennt ihn, denn zwischen den höheren Bergen nahe des Hochvogels wirkt er unscheinbar und verborgen.

Erstbesteigung

Erst beim Näherkommen offenbart sich seine markante, kirchturmartige Gestalt, die Alpinisten seit jeher in ihren Bann zieht. Die Erstbesteigung gelang bereits im Jahr 1935 dem Allgäuer Alpinisten Hans Lanig – ein bemerkenswertes Unternehmen, das jedoch nie die Bekanntheit erhielt, die es verdient hätte.

Sanfte Sanierung

Erst 2004 wurde die Route von Bergführer Wolfgang Maier und Kristian Rath wiederentdeckt. Dank einer behutsamen Sanierung wird der Gipfel heute gelegentlich erneut bestiegen. Dennoch dürfte die Zahl der Begehungen auch heute kaum über ein bis drei pro Jahr hinausgehen.

Mühsamer Zustieg

Der lange und teilweise mühsame Zustieg von Hinterstein oder Hinterhornbach im Lechtal schreckt die meisten Plaisirkletterer ab. Das ist durchaus positiv, denn diese Tour verlangt weit mehr als reine Klettertechnik: Gefordert sind ein gutes Gespür für die Wegfindung, alpine Erfahrung und ein sicherer Umgang mit brüchigem Fels.

Wer schließlich auf der ausgesetzten Turmspitze Platz nimmt, wird mit einem außergewöhnlichen Panorama und einem unvergesslichen Bergerlebnis belohnt.

Sich den Weg selbst erschließen

Bewusst verzichte ich darauf, weitere Details zur Route zu veröffentlichen. Der besondere Reiz solcher Unternehmungen liegt auch darin, sich den Weg selbst zu erschließen. Ein erfahrener Alpinist findet die notwendigen Informationen bereits in den vorhandenen Quellen.

Die Emotionen und Eindrücke dieser außergewöhnlichen Tour lassen sich jedoch in meinem Video eindrucksvoll nachvollziehen.

Mit Bergführer auf der sicheren Seite